06.12.2017

Projekt zur Versorgung chronischer Wunden

Die dritte Runde des Innovationsfonds ist eingeläutet und brachte 26 Projekten mit neuen Versorgungsformen den Zuschlag. Mit dabei ist auch ein Projekt aus Rheinland-Pfalz, das sich mit der effektiveren Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden befasst. Projektpartner sind die mamedicon GmbH, die Hochschule Ludwigshafen, die Gesellschaft für Wirtschaftlichkeit und Qualität bei Krankenkassen (GWQ ServicePlus AG) sowie die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz.

 

Chronische Wunden, die sich langsam entwickeln und über längere Zeit nicht abheilen, entstehen häufig als Folge von chronischen Erkrankungen wie Durchblutungsstörungen, Diabetes oder Immunschwächen. Betroffen von schlecht heilenden Wunden sind meist ältere, multimorbide Patienten. Rauchen oder Übergewicht kann die Prognose zusätzlich verschlechtern. Experten schätzen, dass in Deutschland bis zu 1,8 Millionen Menschen mit schwer heilenden Wunden behandelt werden.

 

Ziel des Projekts VersorgungsMangagement Wunde in Rheinland-Pfalz (VeMaWuRLP) ist es, ein flächendeckendes Versorgungsmanagement zur Begleitung von Menschen mit chronischen Wunden im Land zu etablieren. Damit sollen eine höhere Therapietreue und ein besseres Therapieergebnis erreicht werden. So sollen Fallmanager unter anderem betroffene Patienten und Angehörige schulen, um ein motivierendes heilungsförderndes Lebensumfeld zu schaffen. In Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt sollen eine standardgerechte Reinigung und hygienische Aspekte der Wundbehandlung in den Fokus rücken. Eingebunden sind natürlich auch die begleitenden Leistungserbringer, das Pflegeheim oder der Pflegedienst, das Krankenhaus oder die Reha-Klinik, Physiotherapeuten oder Podologen.

 

Der sektorübergreifende und interdisziplinäre Ansatz soll dazu führen, dass durch die Koordination von Einzelmaßnahmen die Zahl der Krankenhausaufenthalte aufgrund chronischer Wunden reduziert, die Rate der Amputationen gesenkt wird und die Rückfallquote nach Abheilung sinkt.

 

Das Projekt läuft über drei Jahre und wird durch die Hochschule Ludwigshafen evaluiert. Kooperationspartner des Projektes sind die Vereine: Wundnetz Rheinland-Pfalz, Initiative Chronische Wunden, Deutsche Gesellschaft für bürgerorientiertes Versorgungsmanagement sowie InnoNet HealthEconomy.

Ansprechpartner

Martin Schneider

Bereichsleiter Versorgungs-management

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Telefon:

0211 / 758498-17