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Bremer GWQ-Vertrag zur Versorgung psychisch Kranker
Düsseldorf, 03. Januar 2011
Neue Maßstäbe für die Betreuung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in Bremen: Ab 1. Januar 2011 werden bis zu 1.200 Männer und Frauen von der Bremer GAPSY (Gesellschaft für ambulante psychiatrische Dienste GmbH) individuell betreut, um ein Leben und - soweit möglich - Arbeiten im gewohnten Umfeld zu ermöglichen und Klinikaufenthalte zu vermeiden. Zugute kommt das von der GWQ ServicePlus AG (Gesellschaft für Wirtschaftlichkeit und Qualität bei Krankenkassen) organisierte innovative Versorgungsangebot „SeGel“ (Seelische Gesundheit leben) vorerst den Versicherten der Daimler BKK und der BKK firmus. Die beiden Krankenkassen betreuen in Bremen große Teile der Belegschaften u.a. von Daimler, ArcelorMittal, Norddeutsche Steingut, Lloyds Dynamowerke und den Bremer Straßenbahnen.
Psychische Erkrankungen nehmen auch in der Region Bremen seit Jahren stetig zu. Viele dieser Krankheiten können gut behandelt werden, wenn den Patienten schnell eine umfassende und über die ärztliche Betreuung hinausgehende Versorgung geboten wird. So kann vermieden werden, dass Patienten immer wieder im Krankenhaus behandelt werden müssen. Da solche Leistungen von der GAPSY in hoher Qualität erbracht werden können, bot sich für die GWQ, zu deren Aktionärskassen die BKK firmus und die Daimler BKK gehören, eine Zusammenarbeit mit dieser gemeinnützigen Organisation an. Von dieser Zusammenarbeit dürften Patienten und ihre Angehörigen sowie die behandelnden Ärzte der Erkrankten profitieren.
Die GAPSY stellt unter anderem sicher, dass die Patienten zu Hause jede notwendige psychiatrische Pflege erhalten, soziotherapeutisch versorgt und in Krisenfällen individuell betreut werden. Auch die Angehörigen und das soziale Umfeld werden einbezogen. Nur so können die Ziele wie „Förderung der Eigenständigkeit“ und „Vermeidung und Verkürzung stationärer Aufenthalte und Arbeitsunfähigkeitszeiten“ erreicht werden.
Das neue Versorgungskonzept bringt bei mehr Qualität gleichzeitig wirtschaftliche Vorteile. Die GAPSY erhält für Ihre Leistungen eine je nach Krankheitsgrad pauschalierte Vergütung. Das rechnet sich für die beteiligten Kassen, weil Krankenhausbehandlungen besonders teuer sind. Und die Bremer Unternehmen profitieren, weil die Arbeitsunfähigkeitszeiten ihrer Mitarbeiter reduziert werden.
Eine Voraussetzung für den Erfolg des Versorgungskonzeptes ist die Auswahl der „passenden Patienten“. Dabei handelt es sich vor allem um Menschen mit affektiven Störungen wie z.B. Depression und Schizophrenie. Der Grundsatz „ambulant statt stationär“ bedeutet für diese Patienten in aller Regel eine Verbesserung der Lebensqualität. Die Teilnahme ist für die Patienten natürlich freiwillig, das Konzept ist augenscheinlich so überzeugend, dass schon weitere Krankenkassen an einem Vertragsbeitritt interessiert sind. Zugleich prüft die GWQ, ob das Bremer Versorgungsmodell auf andere Regionen ausgeweitet werden kann.
Die GWQ ServicePlus AG ist ein von Betriebskrankenkassen gegründetes Dienstleistungsunternehmen. Sie versteht sich als Gemeinschaft mittelständischer Krankenkassen, für die sie innovative Lösungen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Qualität der Versorgung entwickelt. Die Verträge und Dienstleistungen der GWQ können von allen Krankenkassen als Aktionärs- oder Kundenkasse in Anspruch genommen werden.



