04/19 | Mehr Wirtschaftlichkeit bei Innovationen durch neue Open-House-Verträge der GWQ


Die wirtschaftliche Versorgung von Versicherten der GWQ-Kunden mit innovativen und noch patentgeschützten Medikamenten war auch im dritten Quartal dieses Jahres ein Arbeitsschwerpunkt des GWQ-Arzneimittelmanagements. Zu den aktuellen Erfolgen des Bereichs gehören unter anderem attraktive Open-House-Verträge zu einem Wirkstoff, dem ein beträchtlicher Zusatznutzen bei der Behandlung erwachsener Patienten mit Atopischer Dermatitis attestiert wird. Auch bei der verbesserten Behandlung von Versicherten mit bestimmten Formen einer chronischen Herzinsuffizienz profitieren Kundenkassen von günstigen Konditionen, nachdem die GWQ für das Medikament Entresto ebenfalls einen Open-House-Vertrag aushandeln konnte.

Der so genannte IL-4/IL13-Antikörper Dupilumab ist erst seit Ende 2017 zu Behandlung der Atopischen Dermatitis (Neurodermitis) zugelassen und wird eingesetzt bei Patienten im mittelschweren bis schweren Krankheitsstadium. Das von Sanofi-Aventis hergestellte Medikament Dupixent® ist nach Einschätzung von Experten nach vielen Jahren ohne neue Behandlungsmöglichkeiten eine Innovation mit spürbaren Vorteilen. Dementsprechend wurde dem Wirkstoff bei Patienten mit Eignung für eine systemische Therapie ein beträchtlicher Zusatznutzen zugesprochen. Außerdem ist Dupilumab seit Mitte 2019 als ergänzende Erhaltungstherapie bei Asthma zugelassen. Auf Basis des GWQ Open-House-Vertrags können Patienten bei beiden Indikationen wirtschaftlicher versorgt werden.

Ein beträchtlicher Zusatznutzen bei der Behandlung einer symptomatischen, chronischen Herzinsuffizienz wurde auch für das Arzneimittel Entresto® (Sabutril/Valsartan) festgestellt. Das gilt laut G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) für erwachsene Patienten mit reduzierter Ejektionsfraktion, die nicht zugleich an Diabetes mellitus erkrankt sind. Bei „zuckerkranken“ Patienten wurde immerhin noch ein „geringer Zusatznutzen“ festgestellt. Verglichen wurde Entresto® jeweils mit ACE-Hemmern, die in Kombination mit Betablockern eingesetzt wurden.

Besonders breit aufgestellt ist die GWQ seit dem Herbst bei neuen Wirkstoffen zur Behandlung der Multiplen Sklerose. Hier hat das Arzneimittelmanagement das Produktportfolio der Rabattverträge für MS-Präparate spürbar erweitert. Neu abgeschlossen wurden im Open-House-Verfahren Rabattverträge für die Wirkstoffe Interferon beta-1a, Peginterferon beta-1a und Natalizumab. Das garantiert eine auch im Marktvergleich besonders breite Abdeckung an wirtschaftlich optimierten Therapieoptionen für dieses Indikationsgebiet.

Als dritter Arbeitsschwerpunkt standen Verhandlungen zu Anschlussverträgen für die auslaufenden Vereinbarungen aus dem 10. Vergabeverfahren für Patentarzneimittel auf der Agenda des GWQ-Arzneimittelmanagements. Im Rahmen des nunmehr 24. Vergabeverfahrens wurde dieses Ziel für alle Patentarzneimittel erreicht und die nahtlose Anschlussversorgung zu vergünstigten Konditionen gesichert.

Im Einzelnen handelt es sich um die Wirkstoffe Distigmin (Indikation Alzheimer), die zur COPD-Behandlung eingesetzten Kombinationen Beclomethason/Formoterol und Beclomethason/Formoterol/Glycopyrronium, Paliperidon zum Einsatz bei Schizophrenie, das Parkonsin-Medikament Piribedil und das Antimykotikum Posaconazol, Raltegravir zur HIV-Therapie, Fondaparinux zur Thromboseprophylaxe), Latanoprost, das als EDP gegen Glaukome verordnet wird und schließlich Lipegfilgrastim mit der Indikation Neutropenie im Rahmen einer Chemotherapie.


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