04/19 | Fünf Jahre HzV in NRW: Akzeptiert und erfolgreich durch eine dynamische Weiterentwicklung


Was bei der bundesweiten Einführung vor 10 Jahren noch als Klotz am Bein der Krankenkassen gesehen wurde, ist längst Stützpfeiler einer wohnortnahen und hochwertigen Grundversorgung geworden – die hausarztzentrierte Versorgung, kurz HzV. Erreicht wurde dies durch Vertragsmodelle, in denen die Bedürfnisse der Versicherten genauso berücksichtigt werden, wie die berechtigten Interessen der Hausärzte. Die GWQ hat hier gleich mehrfach Maßstäbe gesetzt, beispielhaft dafür ist der HzV-Vertrag der GWQ mit den Hausärzten in den Vertragsregionen Nordrhein und Westfalen-Lippe: In diesem Oktober konnten die Vertragspartner schon auf fünf erfolgreiche Jahre zurückblicken. Allerdings ist der Vertrag nicht mehr derselbe wie 2014: Sowohl das Leistungsspektrum, als auch die Vergütungsregelungen wurden im Laufe der Zeit neuen Entwicklungen und Erkenntnissen angepasst.

Maßstäbe gesetzt hat der Vertrag beispielsweise durch Regelungen zur Delegation nichtärztlicher Aufgaben an speziell ausgebildete Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis (VERAH®). Die Akzeptanz für dieses Modell bei den Versicherten ist groß, und die teilnehmenden Hausärzte werden durch VERAH® nicht nur erheblich entlastet, sondern profitieren auch von einer Vergütungsregelung, durch welche die GWQ und die Kassen ihre Wertschätzung für die neuartige Leistung dokumentieren: Die Kassen rund um die GWQ hatten die VERAH-Pauschale als erste von 5 auf 9 Euro erhöht und wiederum als erste zum 01.01.2020 eine nochmalige Erhöhung auf dann 10 Euro beschlossen. Ein Grund dafür ist die erkennbar bessere Versorgung insbesondere chronisch kranker Patienten.

Im Rahmen der Weiterentwicklung der HzV arbeitet die GWQ gemeinsam mit dem Hausärztverband kontinuierlich an Konzepten für andere Versorgungsaufgaben. So stärkt der GWQ-HZV-Vertrag die Versorgung besonders vulnerabler Patientengruppen in der Hausarztpraxis: Zunächst in der Region Westfalen-Lippe gehen GWQ und Hausärzte neue Wege, hier wurde ein neuartiges Versorgungsmodul für die Psychoonkologische Betreuung von Krebspatienten integriert.

Insgesamt können in NRW mittlerweile bis zu eine Million Versicherte aus 35 Betriebs- und Innungskrankenkassen von der hochwertigen, primärärztlichen Grundversorgung auf Basis des HzV-Vertrags profitieren. Dafür stehen ihnen allein in NRW über 2.100 Ärzte zur Verfügung – und die GWQ wird weiter daran arbeiten, sowohl das Leistungsspektrum der HzV, wie auch die Zahl teilnehmender Ärzte weiter zu vergrößern.


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