Ausgabe 04/2022 | Innovationen: Die Gewinner des „Medical Valley Startup Contests“


Unter dem Motto „Innovation through Cooperation“ fand am 14.07.2022 die vierte Medical Valley Innovation Night in Nürnberg statt. Traditionell werden dabei die Gewinner des jährlichen „Medical Valley Startup Contests“ ermittelt. Insgesamt sechs ausgewählte Startups präsentierten innovative Ideen, um die Gesundheitsversorgung von Versicherten mit digitalen Lösungen zu optimieren.

GWQ in der Jury

Veranstaltet wird das Event vom Medical Valley Ökosystem. Gastgeber war in diesem Jahr die Nürnberger Versicherung. Das Netzwerk setzt sich für einen schnellen und unkomplizierten Austausch zwischen relevanten Akteuren des Medical Health Sektors ein. Als aktiver Partner der innovativen Health Community ist die GWQ Premium Partner des Netzwerkes. Mit Anita Guth, Leiterin der Region Süd, war die GWQ in diesem Jahr auch in der Jury des Startup Contests vertreten. Weitere Jury-Mitglieder stellten die aescuvest GmbH, die CodeCamp:N GmbH, das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, die IONOS Inc. sowie die Siemens Healthineers GmbH.

Viel Potenzial für Umsetzungen im GKV-Markt

Das Lösungsspektrum der prämierten Startups reicht von Diagnose-Software für die Hämatologie und Onkologie über digitale Medizinprodukte für die Physiotherapie bis zur Medizintechnik für Inkontinenzpatient:innen. Gewinner des Contests ist die hema.to GmbH. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die eCovery GmbH und inContAlert.

hema.to – Software für Blutkrebs-Diagnose

Das Team von hema.to überzeugte die Jury mit ihrem Software-Service für schnelle und zuverlässige Diagnosen von Blutkrebs. Der Einsatz der hema.to-Software verspricht eine Reduktion der Fehldiagnosen um ca. 15 Prozent. Gleichzeitig kann im Labor die Zeit bis zur Diagnose etwa um den Faktor fünf verkürzt werden.

eCovery – „Physiotherapeuten für die Hosentasche“

Die Therapie-App der eCovery GmbH unterstützt Patient:innen bei Prävention und Therapie von Muskel-Skelett-Erkrankungen. Die häufig bis zu 6-wöchigen Wartezeiten auf einen Physiotherapie-Termin lassen sich damit bereits sinnvoll für die Genesung nutzen. Wer Knie-, Hüft- oder Rückenprobleme hat, kann mit dem „Physiotherapeuten für die Hosentasche“ eine ausgefeilte Trainingstherapie im heimischen Wohnzimmer absolvieren, die sich stets an die eigene Leistungsfähigkeit anpasst. Trainingsgeräte sind dafür nicht notwendig. Eine digitale Therapie ist auf 12-24 Wochen Training angelegt, in regelmäßigen Abständen erhalten die Nutzer:innen medizinische Fragebögen zu ihrem Fortschritt und dem Schmerzlevel.

inContAlert - Mehr Lebensqualität bei Inkontinenz

Mit der Entwicklung einer nicht-invasiven Sensortechnologie zur Messung des Blasenfüllstands bei Inkontinenzpatient:innen erzielte das Team von inContAlert den dritten Platz des diesjährigen Contests. Das Gerät wird mit einem Pflaster oder Gurt etwa zwei Zentimeter oberhalb des Schambeins befestigt. Ein operativer Eingriff ist nicht erforderlich. Auf Basis einer spezifischen Datenanalyse wird der Blasenfüllstand per App angezeigt. Zusätzlich warnt die App rechtzeitig vor zu hohen Werten. Mit inContAlert lässt sich somit unnötiges oder zu spätes Katheterisieren vermeiden. Patient:innen können zudem die Kontrolle über ihr eigenes Blasenmanagement zurückgewinnen. Dies hilft nicht nur, langfristige gesundheitliche Folgeschäden zu vermeiden, sondern verbessert auch die Lebensqualität enorm. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen können mit inContAlert vermeidbaren Zeitaufwand für das Pflegepersonal und den Hilfsmitteleinsatz reduzieren.

Impressionen vom Event erhalten Sie in einem kurzen YouTube-Clip (153 Sek.).


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