Gut informiert. Besser entscheiden.
Bleiben Sie auf dem Laufenden, wenn es darum geht, Versorgung gemeinsam besser zu machen.
Die Corona-Pandemie und insbesondere der Lockdown im Jahr 2020 sind Auslöser heterogener Effekte auf verschiedene Bereiche des Gesundheitswesens, wie die jüngste GWQ-Analyse auf Basis der Daten des anonymisierten Datenpools belegt.
Ergebnisse im Überblick
Methodik
Für die Analyse wurden anonymisierte Daten über Verordnungen, ambulante und stationäre Diagnosen sowie Operationen herangezogen. Die Daten wurden auf 100.000 Versicherte standardisiert. Anschließend erfolgte eine Zeitreihenanalyse der Daten über den Zeitraum von 2012 bis 2019.
Die sich in der Analyse ergebenden Abweichungen vom 95 Prozent-Prädiktionsintervall für das Jahr 2020 (Soll) wurden mit den realen Werten (Ist) aus 2020 abgeglichen und manuell durch die Fachexpertise der GWQ gesichtet und plausibilisiert. Sofern verfügbar, flossen auch Daten für das erste Quartal 2021 mit in die Analyse ein.
Diverse Arzneimittel, wie Pipamperon, einem Therapeutikum gegen aggressive psychotische Zustände und Schlafstörungen insbesondere bei geriatrischen Patienten, fanden in der Pandemiephase eine breitere Anwendung und wurden im Vergleich zu den Vorjahren überproportional häufig abgegeben. Antibiotische Wirkstoffe wurden deutlich unterdurchschnittlich verordnet.
Die direkten und indirekten Auswirkungen der Pandemie werden von der GWQ auch weiterhin engmaschig beobachtet und bleiben im Fokus weiterer Analysen.
Bleiben Sie auf dem Laufenden, wenn es darum geht, Versorgung gemeinsam besser zu machen.