Ein zukunftsweisendes Konzept: Patientenbegleitung in klinischen Studien

Das neue Angebot „Patientenbegleitung in klinischen Studien“ adressiert zentrale Herausforderungen im deutschen Gesundheitssystem. Obwohl in Deutschland eine hohe Bereitschaft zur Studienteilnahme besteht – fast die Hälfte der Befragten würde "eher ja" antworten – gilt das Land europaweit als Schlusslicht bei der tatsächlichen Mitwirkung. Eines der Hauptprobleme ist, dass Patient:innen oft keine Kenntnis über mögliche Zugänge zu neuesten Therapieoptionen haben. Gleichzeitig mangelt es an Transparenz für die Krankenkassen, welche Versicherten in klinischen Studien versorgt werden, und für die behandelnden Ärzte außerhalb des Studien-Settings.

 

Kernidee und Prozess
Das Konzept bietet eine Lösung, indem es eine erstmalige Vernetzung von klinischen Studien und Regelversorgung schafft. Basierend auf einem Vertrag nach § 140a SGB V in Verbindung mit § 68b SGB V zwischen dem Studiensponsor, einer Managementgesellschaft (patienthealth GmbH) und den Krankenkassen, wird ein aktiver Einsteuerungsprozess etabliert. Der Prozess ermöglicht es den Krankenkassen, potenzielle Studienteilnehmer zu identifizieren. Dies geschieht auf Grundlage einer GWQ-Analyse mit studienindividuellen Aufgreifkriterien. Die Versicherten werden anschließend von ihrer Krankenkasse direkt informiert und über die Vorteile sowie nahegelegene Studienzentren aufgeklärt. Das Modell stellt sicher, dass die Studie selbst geprüft wird, unter anderem, ob im Vergleichsarm mindestens der Standard of Care eingesetzt wird. Nach Studienabschluss werden die ambulanten Mit- und Weiterbehandler über das Ergebnis umfassend informiert.

 

Vorteile für Patient:innen
Für Patient:innen bietet das Modell entscheidende Mehrwerte:

  • Sie erhalten Zugang zu neuen Therapieoptionen, was manchmal die letzte Hoffnung sein kann.
  • Die Patient:innen profitieren von einer verbesserten Betreuung.
  • Die Vernetzung der Behandler innerhalb und außerhalb der Studie wird gewährleistet.
  • Dies führt zu einer höheren Arzneimitteltherapiesicherheit, da die Studienmedikation im Medikationsplan und der ePA aktualisiert wird.
  • Zudem können finanzielle Vorteile wie Aufwandsentschädigungen oder Fahrtkosten im Rahmen der Studie realisiert werden.

 

Vorteile für die Krankenkasse
Auch für die Krankenkasse entstehen durch dieses Modell signifikante Vorteile:

  • Transparenz und Steuerung: Es wird eine transparente Übersicht geschaffen, welche Versicherten in Studien sind und welche Kosten vom Sponsor übernommen werden, was die Überprüfbarkeit gegenüber der Regelversorgung ermöglicht.
  • Verbesserte Patientensicherheit: Durch die Vernetzung der Behandlungssettings erhöht sich die Sicherheit für die Patient:innen.
  • Wettbewerbsvorteil: Das proaktive Studienangebot für die eigenen Versicherten stärkt die Wettbewerbsposition der Krankenkasse.
  • Forschungsförderung: Die Krankenkasse leistet einen Beitrag zur Forschungsförderung und unterstützt das politische Ziel, Deutschland (wieder) zu einem attraktiven Standort für klinische Studien zu machen (MFG).

 

Das Konzept erfüllt somit sowohl den Wunsch der Patient:innen nach Zugang zu innovativen Behandlungen als auch das Interesse der Krankenkassen an Transparenz, verbesserter Versorgungssicherheit und Leistungsausgaben-Einsparungen.

 

Sie haben Fragen zum Angebot? Dann schreiben Sie gern an: buys@gwq-serviceplus.de.

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