Pilotprojekt: „Diabeteslotse“ erfolgreich angelaufen

Diabetes mellitus gehört zu den zentralen Herausforderungen der Gesundheitsversorgung. Viele Betroffene werden erst spät erkannt, obwohl Risikofaktoren bekannt sind. Das erschwert eine früh ansetzende, wirksame Versorgung und bindet Ressourcen in späteren Erkrankungsphasen.

 

Risikobasierte Ansprache plus digitale Lotsenstruktur

Mit dem Pilotprojekt „Diabeteslotse“ realisieren die BMW BKK, die vivida bkk und die GWQ nun einen strukturierten digitalen Früherkennungs- und Steuerungsansatz. Rund 14.000 Versicherte mit erhöhtem Diabetes-Risiko wurden dazu gezielt angeschrieben. Das Ziel ist die Etablierung eines klar definierten Versorgungspfades – von der Ersteinschätzung bis zur Anbindung an geeignete Versorgungsangebote.

 

Niedrigschwelliger Zugang, klare Steuerung

Für Versicherte öffnet sich damit ein niedrigschwelliger digitaler Zugang zu einem strukturierten Prozess. Dieser verbindet individuelle Risikoeinschätzung, verständliche Ergebnisaufbereitung mit konkreten Handlungsempfehlungen und – bei erhöhtem Risiko – telemedizinische ärztliche Beratung. Entwicklungs- und Umsetzungspartner sind die DOCYET GmbH (digitale Risikoanalyse) und die arztkonsultation ak GmbH (telemedizinische Begleitung). Mit diesem Ansatz waren die beiden Unternehmen Gewinner der ersten Runde des Innovationsprogramms Fast Forward – Next Level Healthcare.

 

Blaupause für weitere Indikationen

Die Ergebnisse des Piloten werden systematisch ausgewertet, um Effektivität, Nutzung und den Beitrag zur frühzeitigen Versorgungsanbindung zu bewerten. Auf dieser Basis soll der Diabeteslotse als Blaupause für die potentielle Ausweitung auf weitere chronische Indikationen dienen – mit einem klaren Plus an Wirkung, Mehrwert und Zukunftsfähigkeit in der GKV-Versorgung.

 

Bei Fragen zum Pilotprogramm wenden Sie sich gerne an Kathrin Simon, Senior Expert Innovation.

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