Die Behandlung urologischer Krebserkrankungen gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Das Global Cancer Observatory (IARC/WHO) schätzt, dass die jährlichen Neuerkrankungen (Inzidenz) in Deutschland bis 2050 für Prostatakarzinome um 38 Prozent und für Nierenkarzinome um 23 Prozent zunehmen werden. Diese Entwicklung bedeutet eine deutliche Zunahme an Patienten, die komplexe, oft teure Therapien benötigen, und führt zu einer wachsenden Belastung des Gesundheitssystems. Diese Zahlen machen deutlich, dass dringend optimierte, qualitätsgesicherte und gleichzeitig wirtschaftliche Versorgungsstrategien notwendig sind, um diese steigende Last zu bewältigen und die Lebensqualität der Betroffenen zu sichern.
Die Antwort der GWQ: Qualität und Effizienz durch einen Versorgungsvertrag nach § 140a SGB V
Vor dem Hintergrund des wachsenden Versorgungsbedarfs erarbeitet die GWQ in Zusammenarbeit mit der Versorgungsgesellschaft Urologie mbH (VgURO) sowie einer Managementgesellschaft (Sanakey Contract GmbH) einen besonderen Versorgungsvertrag nach § 140a SGB V. Ziel dieses Vertrages ist es, eine zukunftssichere Behandlungsqualität in der ambulanten Versorgung von fortgeschrittenen urologischen Krebserkrankungen (wie Prostata-, Nieren- und Blasenkrebs) zu etablieren.
Das Kernelement des Vertrages ist die Biomarker-Diagnostik: Durch die Analyse spezifischer Merkmale im Tumorgewebe können Urolog:innen die individuell am besten geeignete Therapie auswählen und die Patienten hinsichtlich der Therapieoptionen umfassend beraten. Dies ist entscheidend, denn es vermeidet unnötige Behandlungen und deren schwere Nebenwirkungen, was die Lebensqualität der Versicherten verbessert. Aktuell wird die umfassende Beratung zur Biomarker-Diagnostik durch die Urolog:innen in der Regelversorgung nicht vergütet. Der Vertrag soll zum einen die faire Vergütung der ärztlichen Leistung sicherstellen und gleichzeitig einen Anreiz für die wirtschaftliche Verordnung von Arzneimittel schaffen. Durch ein transparentes Wirtschaftlichkeitsschema wird sichergestellt, dass teilnehmende Urolog:innen, wo medizinisch indiziert und vertretbar, bevorzugt wirtschaftliche Arzneimittel verordnen.
Mit dem § 140a-Vertrag reagiert die GWQ gezielt auf die Zunahme urologischer Krebserkrankungen und schafft die Grundlage für eine qualitativ hochwertige und gut steuerbare Versorgung.
Sie haben Fragen zum Versorgungsvertrag? Dann schreiben Sie gern an: buys@gwq-serviceplus.de.
Bleiben Sie auf dem Laufenden, wenn es darum geht, Versorgung gemeinsam besser zu machen.