Finanzmanagement: Gemeinsam zu weniger Aufwand und mehr Effizienz


Im Bereich des Finanzmanagements haben gesetzliche Krankenkassen Aufgaben zu erledigen, die zwar nur am Rande mit dem eigentlichen gesetzlichen Versorgungsauftrag zu tun haben, jedoch mit zusätzlichem  Aufwand und potentiellen Risiken verbunden sind. Die GWQ hat in Abstimmung mit den Aktionärskassen frühzeitig Bereiche identifiziert, für die gemäß dem GWQ-Motto „Mit den Kassen – für die Kassen“ entsprechende Lösungen gefunden, sowie Interessen und Ressourcen verschiedener Kassen gebündelt werden konnten. Auf dieser Grundlage wurden Dienstleistungen entwickelt, die eine effiziente und bedarfsgerechte Erledigung dieser Aufgaben sicherstellen und die teilnehmenden Kassen dadurch spürbar entlasten.

Eine in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsene Herausforderung ist die Realisierung offener Forderungen, insbesondere von Beitragsschulden. Im Jahr 2013 lagen die Außenstände der GKV bei 2,2 Mrd. Euro; bis Ende 2017 waren sie auf über 7,8 Mrd. Euro angewachsen – Tendenz weiter steigend. Bisher konnten Krankenkassen entweder eigene Vollzugsbeamte einsetzen oder die Dienstleistungsangebote der Hauptzollämter und Amtsgerichte nutzen. Für mittelständische und kleinere Kassen mit bundesweiter Versichertenstreuung rechnet sich dies jedoch häufig nicht oder ist mit teilweise langen, nicht kalkulierbaren Wartezeiten verbunden.

Mit dem GWQ-Produkt „Vollziehungsclearing“ steht den Kassen nun eine digitaleLösung zur Verfügung, die gleichermaßen durch Verlässlichkeit, Schnelligkeit und Transparenz überzeugt.

Seit dem Jahr 2009 sind gesetzliche Krankenkassen verpflichtet, selbständig Versicherten einen Krankengeld-Wahltarif anzubieten. Diese Aufgabe ist für kleine und mittelständische Krankenkassen mit unverhältnismäßig hohem Aufwand und wirtschaftlichen Risiken verbunden: Sie müssen den Tarif für eine in der Regel sehr kleine Versichertengruppe anbieten sowie regelmäßig Wirtschaftlichkeitsnachweise erbringen. Das Angebot des Tarifs stellt zudem ein finanzielles Risiko da, weil die Kassen einerseits Kontrahierungszwang haben, ihnen andererseits aber eine individuelle versicherungsmathematische Risikoberechnung nicht gestattet ist.

Mit dem von der GWQ und der SBK gemeinsam entwickelten „Krankengeld-Wahltarif für Selbständige“ steht nun eine gesetzeskonforme und wirtschaftlich tragfähige Lösung zur Verfügung, die mittlerweile rund 40 Prozent aller gesetzlichen Krankenkassen überzeugt hat.

 

Finanzmanagement: Unsere Produkte


Schnelle Realisierung offener Forderungen

Die Realisierung von Forderungen, z. B. gegenüber Beitragsschuldnern, ist ein aufwändiger und oft langsamer Prozess. Vor allem bei mittelständischen Krankenkassen mit großer Versichertenstreuung schlagen die Prozesskosten oft unverhältnismäßig zu Buche (...)

Krankengeld-Wahltarif gemäß gesetzlicher Anforderung

Die gesetzlichen Krankenkassen sind nach § 53 Abs. 6 SGB V verpflichtet, ihren selbständig Versicherten einen Krankengeld-Wahltarif anzubieten. Demnach haben Selbständige und unständig Beschäftigte nach § 44 Abs. 2 SGB V einen Anspruch auf Krankengeld (...)