Zuhause gut versorgt am Lebensende: integrierte Allgemeine Palliativversorgung (i-APV)


Die Situation: Palliativversorgung – Hohe Kosten, mangelnde Qualität. Jedes Jahr sterben in Deutschland in etwa 850.000 Menschen, rund 50 % von ihnen in Krankenhäusern. Das ist in zweifacher Hinsicht ein unhaltbarer Zustand. Einerseits haben die meisten Menschen den Wunsch zu Hause zu sterben, andererseits verursacht das Sterben im Krankenhaus extrem hohe und oftmals vermeidbare Kosten.

Besonders in den letzten drei Lebensmonaten steigen die Ausgaben durch stationäre Aufenthalte exponentiell an. Schwerstkranke Menschen werden in diesem Zeitraum oft wiederholt in Kliniken eingewiesen und entlassen, erhalten medizinische Behandlungen, die oft nicht gewünscht werden und zu keiner Verbesserung der Lebenssituation führen.

Für Patienten, die (noch) keinen Anspruch auf eine Versorgung im Rahmen der „Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung“ (SAPV) haben, stehen die sektoralen Strukturen und sich unterscheidende Vergütungssysteme einer wirklich patientengerechten ambulanten Palliativversorgung entgegen. Zwar hat der Gesetzgeber mit dem Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) einen ersten Schritt getan um dem entgegenzuwirken, eine umfassende und hochwertige ambulante Palliativversorgung wird damit aber noch lange nicht gewährleistet. Deshalb hat die GWQ die „integrierte Allgemeine Palliativversorgung“ (i-APV) entwickelt.