Psychische Erkrankungen: Gesellschaftliche Herausforderung


Viele Menschen in Deutschland leiden an psychischen Störungen – mit gravierenden Auswirkungen für die betroffenen Personen und ihr soziales Umfeld, aber auch für die Arbeitswelt und die Volkswirtschaft. Die Weltgesundheitsorganisation deklariert sie als eine der größten Herausforderungen der europäischen Gesellschaft. Wie groß diese Herausforderung für das deutsche Gesundheitssystem ist, zeigen die Daten der gesetzlichen Krankenkassen. Psychische Störungen

  • sind seit Beginn des Jahrhunderts bei den Arbeitsunfähigkeitstagen um mehr als das Zweifache angestiegen (1./2.),
  • sind heute der zweithäufigste Grund für Arbeitsunfähigkeit (2.),
  • führen bei der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit nach Falldauer mit mehr als fünf Kalenderwochen die Spitze an (2.),
  • ebenso bei der durchschnittlichen Verweildauer im Krankenhaus mit mehr als drei Kalenderwochen (2./3).

Bedarf wächst schneller als Versorgungsangebote

Das Versorgungsangebot hat mit dieser seit Jahren laufenden Entwicklung nicht Schritt gehalten. Weder sind die Behandlungskapazitäten ausreichend und gerecht verteilt, noch sind die starren Strukturen der Regelversorgung darauf ausgerichtet, das mittlerweile komplexe Behandlungsspektrum flächendeckend und fallgerecht verfügbar zu machen. Beträchtliche Wartezeiten auf einen konventionellen ärztlichen Psychotherapeuten, ganzheitliche, multiprofessionelle Versorgungsprogramme sind weiterhin die Ausnahme, digitale Beratungs- und Therapieangebote noch eine Randerscheinung, wenngleich eine vielversprechende.

Lücken erkennen – und intelligent schließen

Neue Versorgungslösungen für psychische Erkrankungen entwickelt die GWQ schon seit Ende des letzten Jahrzehnts. Der Anstoß kam von betriebsnahen Krankenkassen. Sie sahen, welche Auswirkungen die Versorgungsdefizite auf Krankheitsverlauf und -dauer der Versicherten hatten und wie sich das in den Arbeitsunfähigkeitszeiten niederschlug. In der Folge konzipierte die GWQ in Abstimmung mit interessierten und engagierten Krankenkassen unterschiedliche Versorgungsangebote, um den Versicherten mehr und andere Behandlungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Anders als die meisten Wettbewerber, beschränkt sich die GWQ auf diesem Leistungsfeld weder auf einige wenige Diagnosegruppen noch auf eine bestimmte Methodik: Mit „SeGel – Seelische Gesundheit leben“ wurde eine neue Versorgungsebene zwischen ambulanter Psychotherapie und stationärer Einweisung eingeführt; das indikationsbezogene Angebot „AD(H)S“ stellt sicher, dass Versicherte die leitliniengerechte, in der Praxis aber längst nicht alltägliche multimodale Versorgung schnell und qualitätsgesichert erhalten.

Wirtschaftlichkeit und Qualität der GWQ-Produkte werden unterstützt durch die Leistungen der GWQ-Analytik. Die Datenexperten „berechnen“, welche Versichertengruppen von welchem Angebot den größten Nutzen haben, sie liefern Daten für Verbesserungen oder Neuausrichtungen der Produkte und sie belegen durch detailliertes Controlling die Ergebnisse (bei Bedarf) auch im Benchmark mit der Regelversorgung.

Der Blick nach vorne

Der künftige Entwicklungsschwerpunkt des Leistungsfeldes wird auf dem verstärkten Einsatz digitaler Möglichkeiten und maßgeschneiderter E-Health-Angebote liegen. Die Optionen, das zeigen andere Gesundheitssysteme, vor allem aber die digitalen Angebote von start-ups und Internetkonzernen, sind vielfältig und wachsen kontinuierlich. Gebraucht werden E-Health-Lösungen, die anders als der freie Markt die hohen Standards der GKV bei Qualität und Datenschutz erfüllen. Genau die wird die GWQ ihren Kunden und Aktionären liefern. 

(1.) Bundesministerium für Arbeit und Soziales und Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2014. Unfallverhütungsbericht Arbeit. 2. Auflage. Januar 2016. URL:https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Berichte/Suga-2014.pdf__blob=publicationFile&v=19 (Zugegriffen: 12.07.2018)

(2.) Knieps F, Pfaff H: Digitale Arbeit – Digitale Gesundheit. Zahlen, Daten, Fakten. November 2017. URL: https://www.bkk-dachverband.de/fileadmin/publikationen/gesundheitsreport_2017/BKK_Report_2017_gesamt_final.pdf (Zugegriffen: 12.07.2018)

(3.) Augurzky B, Hentschker C, Pilny A, Wübker A. Krankenhausreport 2017. Schriftenreihe zur Gesundheitsanalyse. Band 4. URL:https://www.barmer.de/blob/124290/fd51cb989f2db52180beea2846cc0076/data/dl-report.pdf (Zugegriffen: 12.07.2018)

 

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