11/15 | SeGel-Controllingbericht 2014 zeigt: Erfolge sind bereits nach einem Jahr messbar

SeGel lohnt sich für Patienten wie für Krankenkassen. Das belegen die Daten des SeGel-Controllingberichts für das Jahr 2014, bei dem die Daten von SeGel-Teilnehmern erstmals denen einer Vergleichsgruppe gegenübergestellt wurden. Schon ein Jahr nach dem Programmstart waren die stationären Krankenhaus-Kosten für Segel-Patienten im Durchschnitt von 4.500 Euro auf 900 Euro gesunken. Die Ausgaben für die Vergleichsgruppe mit einem nur um 100 Euro höheren Ausgangswert lagen mit 2.100 Euro um das 2,3-fache darüber.

Diese Zahlen zeigen, dass SeGel sowohl hinsichtlich der Versorgung wie der Wirtschaftlichkeit die richtigen Akzente setzt. Denn die größten Kostenfaktoren für die psychische Versorgung sind die stationären Krankenhauskosten und Krankengeld-Zahlungen. Ihr deutliches Absinken schon im ersten Jahr belegt, dass durch die Betreuung über SeGel die Arbeitsunfähigkeiten spürbar reduziert werden, und dass das ambulante Versorgungskonzept stationäre Behandlungen in vielen Fällen medizinisch überflüssig macht.

Erstmalig hatte die GWQ im Rahmen des Controllings nicht nur die Daten der SeGel-Teilnehmer ausgewertet, sondern auch die einer Gruppe von Patienten in der Regelversorgung. Um einen wirklich aussagefähigen Vergleich ziehen zu können, haben die GWQ-Datenanalytiker jedem Teilnehmer einen „statistischen Zwilling“ gegenüber gestellt. Dabei handelt es sich um Versicherte, bei denen z. B. Alter, Geschlecht, Diagnosen, Medikamentenabgabe und Höhe der Krankenhaus- und Krankengeldkostenmit denen ihres SeGel-Zwillings deckungsgleich sind.

Der Nutzen für die Patienten ist umso größer, je besser sie hinsichtlich ihrer Diagnosen und ihres Behandlungsbedarfs in das SeGel-Programm passen. Ein zentrales Thema beim weiteren Ausbau des Vertragscontrollings ist es daher, eine Risikoanalyse zu installieren. Durch sie können z. B. Hochrisikogruppen für Hospitalisierungen vorab identifiziert werden. Auf dieser Grundlage können die Kassen entsprechende Versicherte identifizieren und gezielt in SeGel einsteuern.


Zur Übersicht