03/19 | Rabatte für weitere Biosimilars mit Arztinformation zu Austauschquoten


Im zweiten Quartal hat das Arzneimittelmanagement der GWQ das Vertragsportefeuille für Biosimilars und patentgeschützte Arzneimittel weiter ausgebaut. Seit Anfang April sind Verträge für alle Biosimilars des Wirkstoffs Infliximab durch GWQ-Verträge abgedeckt, außerdem wurden im Open-House-Verfahren neue Verträge für in der Onkologie und der Frauenheilkunde eingesetzte Wirkstoffe geschlossen.

Bei Infliximab handelt es sich um einen monoklonalen Antikörper, der erkrankungsrelevante Funktionen des Immunsystems verringert. Verordnet wird Infliximab unter anderem bei Rheumatoider Arthritis, Schuppenflechte oder entzündlichen Darmerkrankungen, wie Morbus Crohn. Der GWQ ist es gelungen, zum 1. April Verträge mit attraktiven Rabatten für alle Biosimilars von Infliximab abzuschließen. Um den möglichst breiten und schnellen Umstieg auf die Biosimilars zu fördern, werden die verordnenden Ärzte durch persönliche Anschreiben auf die neuen Optionen hingewiesen. Als Entscheidungshilfe stellt die GWQ den Medizinern dazu Daten zur Verfügung; aus deren Vergleich ergibt sich in der Regel ein zusätzlicher Anreiz zur Umsteuerung.

Spürbare Einsparungen können die Kundenkassen der GWQ nun auch durch Open-House-Verträge zum Wirkstoff Erlotinib erzielen. Das unter dem Markennamen Tarceva eingeführte Arzneimittel wird zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs und bestimmter Lungenkrebsformen eingesetzt. Ebenfalls über das Open-House-Verfahren wurde der Wirkstoff Ulipristal acetat unter Vertag genommen. Verordnet wird er bei Gebärmuttermyomen, die bei Frauen am häufigsten auftretenden gutartigen Tumore. Schließlich wurde ein Anschlussvertrag für die Versorgung mit dem Biosimilar Ovaleap® vereinbart, das wie der Originalwirkstoff Follitropin alfa im Rahmen der Kinderwunschbehandlung eingesetzt wird.


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